Stärkere

Zusammenarbeit durch Storytelling

Wie eine gemeinsame Geschichte das Team zusammenbringt

Zusammenarbeit lässt sich nicht verordnen. Man kann Prozesse definieren, Meetings einberufen, Rollen auf eine Folie schreiben. Aber echte Zusammenarbeit entsteht erst, wenn Menschen ein gemeinsames Ziel haben, das sie auch wirklich interessiert. Das ist der unbequeme Befund hinter den meisten Teambuilding-Workshops: ohne ein konkretes, gemeinsames Vorhaben, das alle gleichermassen umsetzen wollen, bleibt jede Übung Theorie.

Eine gemeinsame Geschichte ist so ein Vorhaben. Sie hat einen Anfang, eine Mitte, ein Ende. Jemand muss sie erzählen, jemand muss sie inszenieren, jemand muss sie filmen, jemand muss sie schneiden. Plötzlich hat jeder eine Aufgabe, die sichtbar Sinn ergibt. Und plötzlich passiert genau das, was man sich von einem Teamevent erhofft: Menschen reden miteinander, weil die Geschichte das verlangt.

Geschichten sind älter als Teambuilding

Lange bevor es Workshops und Whiteboards gab, haben sich Gruppen über Geschichten organisiert. Am Lagerfeuer, am Familientisch, im Theater. Das hat einen Grund, der weit über Kultur hinausgeht: Geschichten sind das natürlichste Format, in dem das menschliche Gehirn Information speichert. Wer eine Geschichte gemeinsam erlebt, erinnert sich Wochen später noch an Details. Wer dieselbe Information als Foliensatz konsumiert, ist eine Woche später bei null.

Für ein Teamevent heißt das: ein Format, das auf einer Geschichte basiert, hat einen strukturellen Vorteil gegenüber einem Format, das aus aneinandergereihten Übungen besteht. Die Geschichte gibt Halt, die Geschichte gibt Sinn, die Geschichte gibt einen gemeinsamen Bezugspunkt - auch noch nach dem Event.

Wie das Drehbuch die Zusammenarbeit lenkt

Beim Filmevent erhält jede Crew ein vorgeschriebenes Drehbuch und eine Shotlist. Das mag auf den ersten Blick überraschen - sollte es bei einem kreativen Format nicht ums freie Erfinden gehen? Genau hier liegt der Trick. Das Drehbuch nimmt die Last des "wir müssen uns jetzt eine Geschichte ausdenken" weg und macht den Raum frei für das eigentlich Wichtige: Wie inszenieren wir das gemeinsam?

Was passiert dann konkret in einer Crew? Acht Personen sitzen mit einem Drehbuch vor sich. Sie diskutieren: Wer übernimmt welche Rolle? Wo soll diese Szene spielen? Wie wirkt diese Einstellung besser, statisch oder als Tracking-Shot? Das sind keine künstlichen Teamübungen, das sind reale Entscheidungen mit Konsequenzen. Wenn die Kamera schlecht steht, sieht man das im fertigen Film. Wenn die Szene länger dauert als geplant, fehlt am Ende die Zeit für das Finale. Die Zusammenarbeit hat unmittelbare Folgen.

Genre als Identitätsanker

Jede Crew wählt zu Beginn ein Filmgenre - Romcom, Crime, Western, Sci-Fi. Das ist keine kosmetische Entscheidung. Das Genre bestimmt den Ton der Zusammenarbeit für den ganzen Tag. Eine Crime-Crew arbeitet anders als eine Romcom-Crew, weil das Genre verlangt, sich auf einen gemeinsamen Stil einzulassen. Diese Einigung passiert binnen Minuten und wird zum ungeschriebenen Vertrag des Tages.

Was wir in der Praxis sehen: Crews, die ihre Genrewahl ernst nehmen, produzieren bessere Filme - und arbeiten besser zusammen. Das ist kein Zufall. Das Genre erzeugt einen geteilten Geschmack, eine gemeinsame Erwartung, eine gemeinsame Sprache. Drei Dinge, die im normalen Arbeitsalltag nur selten so klar und schnell entstehen.

Vom Dreh zum Ergebnis

Kommunikation passiert einfach, weil sie muss

Beim Dreh redet man anders miteinander als im Meetingraum. Direkter, schneller, oft lustiger. Ideen fliegen hin und her, jemand schlägt eine Änderung vor, ein anderer probiert spontan etwas aus. Diese Art von Austausch lässt sich nicht planen, sie entsteht, weil die Situation es verlangt. Eine Szene, die jetzt aufgenommen wird, kann gleich nicht mehr gedreht werden - der Druck ist real, aber so dosiert, dass er erzeugt, was er soll: Konzentration und Zusammenspiel.

Aus über 300 Filmevents pro Jahr beobachten wir denselben Effekt: Teams, die im Büro über E-Mail kommunizieren, reden plötzlich. Personen, die selten zueinander finden, koordinieren sich, weil die Szene es braucht. Hierarchien verschwimmen, weil die Regie der Hauptdarstellerin Anweisungen gibt und die Hauptdarstellerin der Kamera. Das ist keine Anti-Hierarchie-Übung. Das ist die natürliche Folge einer gemeinsamen Aufgabe mit klaren Rollen.

Emotionen sind nicht optional

Beim Drehen wird gelacht, gestritten, improvisiert. Manchmal geht eine Szene schief und wird dadurch besser als geplant. Manchmal hat jemand eine Idee, die das ganze Drehbuch in eine neue Richtung biegt. Manchmal funktioniert nichts, und genau das wird zur Komödie. Diese emotionalen Momente sind das Gegenstück zu den austauschbaren Programmpunkten, an die sich zwei Wochen später niemand erinnert.

Psychologisch ist das gut belegt: Was emotional aufgeladen ist, wird besser erinnert als neutrale Information. Ein Teamevent, das emotional flach bleibt, hinterlässt entsprechend wenig. Ein Teamevent, in dem gelacht und kurzfristig auch mal gestritten wird, hinterlässt etwas Substanzielles. Geschichten provozieren genau diese emotionale Bandbreite, weil sie ohne emotionale Akzente nicht funktionieren.

Der Schnitt als zweite Zusammenarbeit

Nach dem Dreh kommt der Schnitt. Bei der Basic- und Plus-Variante übernimmt die Postproduktion unser Team und bringt den Film in eine fertige Form, während das Filmteam Apéro macht. Bei der Pro-Variante mit echtem Filmemacher entsteht der Schnitt teilweise direkt vor Ort gemeinsam mit der Crew. Beide Varianten haben einen Effekt, den viele unterschätzen: Das Material, das die Crew gedreht hat, wird zu etwas Eigenständigem. Niemand sieht den Rohschnitt, alle sehen die Endfassung in der Premiere.

Diese Trennung zwischen Drehen und Sehen ist wichtig. Sie erzeugt Spannung, sie macht aus dem Tag eine Erzählung mit Höhepunkt, und sie sorgt dafür, dass die Premiere zum eigentlichen Wir-Moment wird. Plötzlich sitzen alle Crews zusammen im selben Raum, sehen, was die anderen produziert haben, und erkennen den geteilten Arbeitstag aus acht oder zwanzig verschiedenen Perspektiven.

Was am Ende übrig bleibt

Ein fertiger Film ist mehr als ein Souvenir. Er ist der konkrete Beweis, dass die Zusammenarbeit gefunkt hat. Wer ihn ein Jahr später wieder anschaut, sieht nicht nur die Bilder. Er sieht die Entscheidungen, die das Team an dem Tag getroffen hat: diese Szene so zu drehen, diese Rolle so zu besetzen, dieses Ende zu wählen. Eine Geschichte als Teamevent zu produzieren, ist eine der wenigen Formate, bei denen die Zusammenarbeit selbst sichtbar und überprüfbar wird - auch lange nach dem letzten Apéro.

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